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„I have a dream“: Ein Patchwork aus Hoffnungen und Geschichten

Pünktlich zum Ende des Schuljahres war es endlich so weit: Die Teilnehmenden der Jugendwerkstatt enthüllten ihr gemeinsam geschaffenes Kunstwerk – und feierten das mit Gästen und einem Catering, das sie selbst vorbereitet hatten.
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Datum:
23. Juli 2026
Von:
Verena Weiden

Entstanden ist das Werk im Rahmen des Kunstprojekts „SMS – Saxa macht Schule", für das die Jugendlichen bereits im April den Kölner Künstler SAXA in seinem Atelier besucht hatten. Die Idee dahinter: Jede und jeder gestaltet einen sogenannten Patch, eine kleine Bildfläche, auf der Gedanken, Gefühle oder Begriffe zu einem selbst gewählten Thema Platz finden – in der eigenen Sprache und Handschrift. Am Ende werden all diese kleinen Fragmente zu einem großen gemeinsamen Bild zusammengefügt. So verbindet das Projekt zwei Dinge, die nicht immer leicht zusammengehen: individuellen Ausdruck und Teamarbeit. Jeder Beitrag bleibt erkennbar persönlich und wird trotzdem Teil von etwas Größerem.

Im fertig zusammengesetzten Patchwork wird schließlich das Motiv sichtbar, das die Jugendlichen ausgewählt haben: „I have a Dream“ des Streetart-Künstlers Banksy. Besonders auffällig ist die sprachliche Vielfalt der einzelnen Patches: Neben Deutsch finden sich unter anderem Arabisch, Türkisch, Koreanisch, Farsi, Englisch und Portugiesisch darauf wieder – ein kleines Abbild der Lebenswege, die in der Jugendwerkstatt zusammenkommen.

Auch inhaltlich ist das Spektrum breit. Manche schrieben Songtexte oder Gedichte, andere hielten ihren Alltag fest oder erzählten von ihrem Leben. Und immer wieder tauchen Wünsche und Hoffnungen auf – so wie bei einem Jugendlichen, der notierte: „Mein Traum ist, dass ich und meine Familie gesund bleiben... und sehr glücklich sind."

Am Ende steht ein Werk, das mehr ist als die Summe seiner Teile: ein Stück gelebte Vielstimmigkeit, entstanden aus vielen kleinen, ganz persönlichen Gedanken und Ideen.

Bei der feierlichen Enthüllung, zu der auch die caritas stiftung eingeladen war, die das Projekt ermöglicht hatte, ließen die Jugendlichen diese Wünsche auch noch einmal mit roten Herz-Luftballons – wie auf dem Banksy-Motiv – in den Himmel aufsteigen.