„Vom Schatten zum Licht“ – die Starken Pänz stellen in der Bundeskunsthalle aus

Die „Starken Pänz“ sind ein sozialpädagogisches Gruppenangebot für Kinder und Jugendliche, deren Eltern suchtbelastet sind und/oder eine psychische Erkrankung aufweisen. Und so fand die Ausstellung auch im Rahmen der bundesweiten „COA-Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien 2026“ statt.
Deutschlandweit wachsen rund 2,65 Millionen Kinder und Jugendliche in einem von Sucht belasteten familiären Umfeld auf. Suchtbelastete Familien sind häufig stark mit dem Konsumverhalten oder der Bedürftigkeit des abhängigen Elternteils beschäftigt. Junge Menschen erfahren dadurch oft einen Mangel an entwicklungsfördernder Aufmerksamkeit, erleben soziale Isolation und verdrängen aus Sorge um die Familie eigene Wünsche und Gefühle. Viele schämen sich und versuchen, die Situation nach außen zu verbergen. Manche reagieren mit Verhaltensauffälligkeiten, andere ziehen sich stark zurück und werden nahezu „unsichtbar“. Die Arbeit von „Starke Pänz“ stärkt die persönlichen Fähigkeiten, die Kontaktfähigkeit und das Selbstwertgefühl der Kinder und Jugendlichen.
„Mit dieser Ausstellung geben wir jungen Menschen aus suchtbelasteten Familien eine Stimme – eine Stimme, die in unserer Gesellschaft oft überhört wird“, erklärt Lisa Wittmeyer, die bei update das Projekt „Starke Pänz“ leitet.