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Die Anzahl der wohnungslosen Menschen hat sich seit 2011 fast verzehnfacht. Fast 4.000 Menschen sind in Bonn aktuell wohnungslos, 80 bis 100 von ihnen leben dauerhaft auf der Straße. Wir bieten Unterstützung in akuten Krisen. Oft ist der erste Schritt Vertrauen aufzubauen und Betroffenen weiterführende Hilfe anzubieten. Den Zeitpunkt und das Tempo für Veränderung bestimmen sie jedoch selbst. Unsere Sozialarbeiter*innen sind regelmäßig in Bonn unterwegs und helfen.

Obdachlosigkeit von

Frauen ist anders

In unseren täglichen Begegnungen stellen wir immer wieder fest: Frauen sind häufig von Armut und Ungerechtigkeiten betroffen, z. B. durch weibliche Altersarmut, schlechter bezahlte Jobs und eine geringere Ausbildung. Besonders berührt uns jedoch weibliche Obdachlosigkeit. Sie entsteht anders und sie ist anders. Wir möchten Ihnen die Geschichte einer obdachlosen Frau aus Bonn erzählen. Ihr Name ist Tanja*:

Obdachlosigkeit von Frauen ist anders (600 x 600 px)
* Zum Schutz der hier genannten Personen haben wir die Namen abgeändert und verwenden Symbolbilder.

Es war bei einem Einsatz unserer Sozialarbeiter*innen in der Innenstadt. Eine Frau mit viel Gepäck fiel auf. Sie saß über Stunden auf einer Parkbank und wirkte sehr verzweifelt. Versuche, mit ihr in Kontakt zu kommen, liefen zunächst ins Leere. Sie ging uns aus dem Weg. Einige Tage später erhielten wir einen Hinweis, dass an dieser Stelle in Bonn wohl seit Kurzem eine obdachlose Frau lebe. Schnell erkannten wir sie wieder. Noch einmal gingen die Sozialarbeiter*innen auf sie zu und dieses Mal war sie dankbar, angesprochen zu werden, und erzählte uns ihre Geschichte: „Ich hatte meinen Job verloren, meine Trennung machte mir zu schaffen und als jeden Tag eine neue Rechnung kam, konnte ich nicht mehr. Mir ist das alles zu viel geworden und dann wurde ich aus meiner Wohnung rausgeworfen.“ Zunächst kam Tanja bei einem Bekannten unter. Doch dessen kleine Wohnung war auf Dauer zu eng für beide und es kam immer häufiger zu Konflikten. Schließlich flüchtete Tanja auf die Straße. Wir erzählten ihr von den Angeboten der Wohnungslosenhilfe und luden Tanja mit einem Gutschein für ein warmes Mittagessen ein, uns dort zu besuchen. Direkt begleiten wollte sie uns nicht. Doch eine Woche später kam sie tatsächlich das erste Mal während der Essensausgabe in die City-Station, unsere Erstanlaufstelle für obdachlose und bedürftige Menschen. Seither besucht sie uns regelmäßig und unsere Sozialarbeiter*innen schauen immer wieder bei ihr vorbei. Sie beginnt langsam, Vertrauen zu uns zu gewinnen und unser Ziel ist es, gemeinsam mit ihr wieder eine dauerhafte Wohnung und auch eine Arbeit zu finden.

Hilfe für Obdachlosigkeit von Frauen ist anders (600 x 600 px)

 

So wie Tanja ergeht es vielen in Bonn. Dieses Jahr haben bereits mehr als 130 Frauen unsere Hilfe gesucht.

Frauen, die oft jahrelang Lebenssituationen ertragen, aus denen sie keinen Ausweg finden. Frauen, die darauf achten, dass man ihre Not auf den ersten Blick nicht erkennt. Frauen, die körperlich und psychisch angeschlagen dauerhaft auf der Straße leben. Das Leben dort ist für sie besonders gefährlich, ohne feste Bleibe und auf Sozialhilfe angewiesen.

Die Geschichte von Tanja zeigt, wie viel ein erster Gutschein bewirken kann. Ein warmes und frisch gekochtes Mittagessen in unserer City-Station und eine freundliche Ansprache können Türöffner sein, die helfen, Vertrauen aufzubauen und so Perspektiven und Hoffnung ermöglichen. Bitte helfen Sie uns, die Not obdachloser Menschen in Bonn zu lindern. Vielen Dank.

Mit 210 Euro ermöglichen Sie 100 Mittagessen für obdachlose und bedürftige Menschen.

Sie möchten die Obdachlosenhilfe unterstützen?

Das brauchen wohnungslose und bedürftige Menschen jetzt:

Mit 21 Euro...

finanzieren Sie 10 Mittagessen für obdachlose Menschen

Ein warmes und frisch gekochtes Mittagessen kostet 3,20 Euro. Davon werden 2,10 Euro über Spenden finanziert.  Die restlichen 1,10 Euro zahlen unsere wohnungslosen Gäste selbst. Mit 21 Euro finanzieren Sie z.B. 10 Mittagessen. Unser Angebot gibt es bei jedem Wetter, zu jeder Jahreszeit, 365 Tage im Jahr. 

Mit 60 Euro...

helfen Sie z.B. mit einem Schlafsack für Menschen ohne Obdach

Wohnungslose und bedürftige Menschen sind auf unser Mitgefühl und unsere Hilfe angewiesen. Unsere Streetworker*innen suchen obdachlose Menschen auf und versorgen sie mit dem Nötigsten. Mit 60€ finanzieren Sie z.B. einen Schlafsack für Menschen, die auf der Straße leben. 

Mit 200 Euro...

10 Pakete Unterwäsche für obdachlose und bedürftige Menschen

Es sind die einfachsten Dinge, die fehlen, wenn man kein Zuhause hat... Kleidungsstücke wie Unterwäsche nutzen sich schnell ab, da sie oft nicht regelmäßig gewaschen werden können. Ihr Spende hilft obdachlosen Menschen in Bonn.

 

Sie möchten einen anderen Betrag spenden? Gerne!

Bitte unterstützen Sie die Caritas Wohnungslosenhilfe! Wohnungslose und bedürftige Menschen sind auf unser Mitgefühl und unsere Hilfe angewiesen.

Die oben beschriebenen Bedarfe sind beispielhaft aufgelistet. Sie können sicher sein, dass die Spenden für unsere Arbeit mit wohnungs- und obdachlosen Menschen eingesetzt werden. 

Hilfe für wohnungslose und bedürftige Menschen

Unser Angebot gibt es bei jedem Wetter, zu jeder Jahreszeit, 365 Tage im Jahr.  

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Jeder Mensch kann durch unvorhergesehene Lebensumstände, Schicksalsschläge und strukturelle Probleme, wie zum Beispiel dem katastrophalen Bonner Wohnungsmarkt, wohnungslos werden. Verschiedene Notlagen können dazu führen, dass selbst Geld für Essen zu knapp wird. Mit den Angeboten der Wohnungslosenhilfe versorgen wir diese Menschen mit dem Nötigsten.  Wichtig ist uns, dass sich alle gleichermaßen angenommen, verstanden und zugehörig fühlen. Mit unserem Mittagstisch bieten wir nicht nur eine warme Mahlzeit und Schutz vor den Elementen, sondern leben vor allem auch Mitmenschlichkeit. Wir zeigen den Betroffenen, dass sie nicht allein sind! Das Erleben von Freundlichkeit und Fürsorge kann dazu beitragen, das Vertrauen in andere Menschen  und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft wiederherzustellen.

Mit 21 Euro finanzieren Sie 10 Mittagessen für obdachlose Menschen. Ein warmes und frisch gekochtes Mittagessen kostet 3,20 Euro. Davon werden 2,10 Euro über Spenden finanziert. Die restlichen 1,10 Euro zahlen unsere wohnungslosen Gäste selbst. Wir bieten an der City-Station, unserer Erstanlaufstelle für obdachlose und bedürftige Menschen, neben warmen Mahlzeiten auch z.B. Getränke, Hygieneartikel, Kleidung und medizinische Versorgung an. 

Fotogalerie: Mit den Angeboten der Caritas versorgen wir Menschen in Not mit dem Nötigsten.

Obdachlose Menschen sind besonders gefährdet.

Unsere besondere Aufmerksamkeit gilt zunächst denjenigen, die Schutz brauchen: Menschen in äußerster Not, Menschen am Rande der Gesellschaft und Menschen, die eingeschränkte Möglichkeiten haben, sich selbst zu helfen. Wir helfen unabhängig von der Herkunft, Religion oder politischen Überzeugung der Betroffenen.

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Caritas schafft Wohnraum

Angesichts des angespannten Wohnungsmarktes hat sich die Beschaffung von Wohnraum für benachteiligte Menschen immer stärker zu einem Arbeitsfeld der Caritas Bonn entwickelt. Wir stellen ehemals Wohnungslosen, suchtkranken oder psychisch beeinträchtigten Menschen diesen in unterschiedlichen Formen zur Verfügung: Raum in Wohngemeinschaften, Einzel- und Doppelzimmer, Apartments und kleine Wohnungen, in der Regel kombiniert mit aktuellen Betreuungsangeboten. Zurzeit sind es rund 340 Wohnmöglichkeiten – und es sollen noch mehr werden. So integriert die Bonner Caritas in Um- und Neubauprojekten wo immer möglich auch Wohnmöglichkeiten.

 

Bitte unterstützen Sie uns dabei: Wohnungslose und bedürftige Menschen sind auf unser Mitgefühl angewiesen.

Wohnungslosigkeit überwinden

Was genau macht eigentlich die "Bonner Offensive"? 

Gemeinsam gegen Wohnungslosigkeit: (v.l.) Caritasdirektor Jean-Pierre Schneider, Helena Marx und Munirae Gharevi von der Geschäftsstelle der Offensive, Oberbürgermeisterin Katja Dörner, Gerhard Roden vom Fachbereich Wohnungslosigkeit der Caritas, Sozialamtsleiterin Anja Ramos, Sozialdezernentin Carolin Krause, Abteilungsleiter Sozialamt Peter Tilgen und VfG-Geschäftsführerin Nelly Grunwald.

Die Zahl wohnungsloser Menschen steigt seit Jahren. Gleichzeitig sinkt die Zahl preisgebundener Wohneinheiten kontinuierlich. Bezahlbarer Wohnraum wird immer knapper. Hiervon besonders betroffen sind Menschen mit Exklusionsrisiken, wie zum Beispiel einer psychischen Erkrankung oder einem Migrationshintergrund. Dem will die 2022 gegründete Bonner Offensive zur Überwindung der Wohnungslosigkeit bis 2030 etwas entgegensetzen. Ihr Ziel: Wohnungslosigkeit überwinden und menschenwürdiges Wohnen für alle Menschen sicherstellen. Im März 2023 hat die Geschäftsstelle in Trägerschaft des Bonner Caritasverbands ihre Tätigkeit aufgenommen. 

Die Grundlagen für die Überwindung der Wohnungslosigkeit zu schaffen, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und setzt die Entscheidung für eine inklusive Stadtgesellschaft voraus, die nicht auf Segregation und Verdrängung setzt. Zu erreichen ist dieses Ziel nur, wenn Verwaltung, Wohlfahrtsverbände, Immobilienwirtschaft, Justiz, Gesundheitswesen und Politik eng zusammenarbeiten. Hier setzt die Bonner Offensive an: Zu ihren Aufgaben gehören die Prävention gegen Wohnungsverluste, die Akquise von neuem Wohnraum und die engere Vernetzung vorhandener Akteur*innen sowie nicht zuletzt eine wirksame Öffentlichkeitsarbeit für die Belange wohnungsloser Menschen. Dadurch sollen auch jene aktiviert und sensibilisiert werden, die sich in ihrer Funktion noch gar nicht als Schnittstelle zur Wohnungslosenhilfe verstehen. Die Bonner Offensive will Prozesse optimieren und Schnittstellenarbeit verstärken.

Um Wohnungsverlusten präventiv entgegenzutreten, nimmt die Bonner Offensive Kontakt zu privaten und gewerblichen Vermieter*innen auf und bietet pragmatische Unterstützung an: 

Hilfe greift schneller und ist vor allem kostengünstiger als ein Räumungsprozess. Die Resonanz ist positiv: Bereits in einer Vielzahl von Fällen haben Vermieter*innen wie Mieter*innen hiervon bereits Gebrauch gemacht.

Die Akquise neuen Wohnraums ist eng mit den Präventionsangeboten verknüpft. Die Vermittlung von Menschen, die verschiedene Exklusionsrisiken vereinen, gelingt auf Grundlage einer vertrauensvollen Zusammenarbeit. Weiß die vermietende Partei, dass Sozialarbeiter*innen das Mietverhältnis engmaschig begleiten, ist sie eher bereit, über Umstände hinwegzusehen, die sonst Ausschlusskriterien wären. Innerhalb eines Jahres konnten so schon 29 Personen in Wohnraum vermittelt werden, die zuvor insgesamt 35 Jahre wohnungslos waren.

Der Caritasverband kann dabei immer wieder Hilfe aus einer Hand gewähren: Eine junge Frau aus Ghana lebte mit ihrem neun Monate alten Baby ein Jahr imstädtischen Obdach, bis sie über Vermittlung der Caritas- Einrichtung esperanza (Frühe Hilfen) zur Bonner Offensive kam. Jetzt lebt sie glücklich in ihrer neuen Wohnung in Poppelsdorf. Das „Betreute Wohnen“ der Caritas Wohnungslosenhilfe unterstützt sie noch bei der Ankunft im neuen Umfeld.

Das Ziel der Überwindung der Wohnungslosigkeit kann aber ohne Neubauprojekte nicht erreicht werden. Es ist daher wichtig, an einer Ermöglichungskultur von Neubauvorhaben mitzuwirken, das heißt, wir müssen bessere Voraussetzungen für solche Vorhaben schaffen. Ebenso wichtig ist Öffentlichkeitsarbeit, die in die Stadtgesellschaft hineinwirkt und das Bewusstsein für Wohnungsnot und ihre Konsequenzen schärft. Denn auch das ist Teil der Wahrheit: Alle fordern Wohnungsbau, aber sobald ein Projekt im eigenen Quartier auch nur angedacht wird, stemmt sich eine Bürgerbewegung kraftvoll dagegen. Da hilft nur Aufklärung über die demokratiegefährdenden Konsequenzen von Segregation.

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Martina Deller Leiterin Fundraising

Martina Deller

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Caritasverband für die Stadt Bonn e.V.
Fritz-Tillmann-Straße 8–12
53113 Bonn

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