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Suchthilfe_2026 (1920 x 600 px)
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Sucht ist eine schwere Last!

Bitte helfen Sie Menschen auf ihrem Weg in ein suchtfreies Leben. 

Kinder, die in einer Familie aufwachsen, in der Mama oder Papa mit einer Suchterkrankung kämpfen, haben es besonders schwer. Wir möchte Ihnen heute beispielhaft von Matheo* (10) berichten:

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Am Tag, als er bedrückt das erste Mal in unsere Gruppe kam, war es zuvor zu Hause mal wieder eskaliert: Als Matheo aus der Grundschule kam, hörte er schon beim Aufschließen der Wohnungstür, wie seine Eltern in der Küche stritten. Dabei hatte er sich so auf Fischstäbchen mit Spinat gefreut und wollte mit Mama über seinen Geburtstag nächste Woche sprechen. Beim Absetzen des Schulranzens im Flur war er dann auch noch gegen den großen Beutel mit Papas leeren Flaschen gestoßen, die der eigentlich schon längst wegbringen wollte. Als dabei eine leere Weinflasche zu Bruch ging, wurden seine Eltern wütend. Immer gab es Streit in ihrer Familie! Mal, weil sie schon wieder morgens nicht aus dem Bett kamen, mal weil das Geld wieder knapp war oder weil Mama sich ärgerte, wenn Papa abends mit seinen Kumpels bis nach Mitternacht unterwegs war. Auch die Nachbar*innen hatten sich schon über den häufigen Krach beschwert. 

Über die Vermittlung seiner Lehrerin fand Matheo zu den „Starken Pänz“, einem Angebot für Kinder und Jugendliche, deren Eltern süchtig sind. Viele dieser Kinder haben keine Hobbys, Freunde können sie nur selten mit nach Hause bringen. Sie wollen oft nicht, dass andere erfahren, was wirklich bei ihnen zu Hause los ist. Sie bleiben unsichtbar und lange Zeit unauffällig. Kinder suchtkranker Eltern übernehmen sehr oft und sehr jung Verantwortung für ihre Familie – und das Kindsein bleibt dabei sehr häufig auf der Strecke. Tief in ihrem Innern ist ihr Leid sehr groß.

Bitte schenken Sie Kindern wie Matheo* ein Stück unbeschwerte Kindheit!

Wir unterstützen diese Kinder und ihre Familien, um ihnen wieder Sicherheit, Stabilität und Struktur zu geben. In der Gruppe merken Kinder wie Matheo zum ersten Mal: Ich bin nicht alleine. Hier sind andere, die das Gleiche erlebt haben, die die gleichen Probleme, Sorgen und Nöte kennen.

Sucht ist eine chronische Erkrankung und betrifft viele Lebensbereiche. Dennoch bleiben Suchterkrankungen ein gesellschaftliches Tabuthema! Unser Angebot umfasst präventive Maßnahmen, akute Hilfe und Nachbetreuung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Für Betroffene ist es ein langer und beschwerlicher Weg zurück in ein normales Leben. Und wir möchten möglichst vielen von ihnen helfen.

Es gibt immer wieder Angebote, die wichtig, aber nicht ausreichend finanziert sind. Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende Menschen, die von Sucht betroffen sind. Vielen Dank. 

Mit 100 Euro bescheren Sie einen Moment unbeschwerte Kindheit. Rituale wie eine Geburtsfeier oder ein gesundes Essen zwischendurch sind für Kinder sehr wichtig.

WIR LASSEN NIEMANDEN ALLEINE.

GEMEINSAM FINDEN WIR EINE LÖSUNG.

Mit 150 Euro...

finanzieren Sie z.B. Soforthilfen für Menschen mit Suchterkrankung.

Die von uns betreuten Familien geraten oft in Geldnot. Ihre Spende hilft Menschen auf ihrem Weg in ein suchtfreies Leben und schenkt neue Hoffnung.

Mit 250 Euro...

können wir Angebote für Angehörige realisieren.

Die Gedanken von Angehörigen sind oft von Sorgen, Angst und Ohnmacht geprägt. Das Leben mit einem Menschen, der an einer Suchterkrankung leidet, bringt eine ganz eigene, oft sehr belastende Leidensgeschichte mit sich, die emotional erdrückend sein kann.

 

 

 

Mit 500 Euro...

schenken Sie Beratung und Stabilität für ein sicheres Zuhause. 

Durch die Begleitumstände einer Suchterkrankung kann das ganze Leben aus den Fugen geraten – Arbeitslosigkeit, Schulden, Trennung und der Wegfall wichtiger Bezugspersonen können folgen. Im schlimmsten Fall droht auch der Verlust des eigenen Zuhauses. Hier helfen wir.

Sie möchten einen anderen Betrag spenden? Gerne!

Die hier beschriebenen Bedarfe sind beispielhaft. Sie können sich sicher sein, dass das Geld dort ankommt, wo es am meisten gebraucht wird. Die Ambulante Suchthilfe Bonn ist Teil der Kooperation zwischen Caritasverband für die Stadt Bonn e. V. und Diakonischem Werk Bonn und Region gGmbH. Fördern Sie ein starkes Netzwerk. Zusammen bekämpfen wir Sucht in Bonn.

Der erste Schritt in die Suchtberatung ist nie leicht. Wenn Sucht sich manifestiert, braucht es Klarheit über die notwendigen Schritte. Die verschiedenen Einrichtungen der Bonner Suchthilfe von Caritas und Diakonie bieten Betroffenen und Angehörigen, aber auch Personen aus dem Umfeld, schnelle und fachlich qualifizierte Hilfe. Im Bereich der Prävention arbeiten wir eng mit Familien, Erziehungsberechtigten, Schulen und der Jugendhilfe zusammen.

Ihre Spende hilft Menschen auf ihrem Weg in ein suchtfreies Leben und schenkt neue Hoffnung.

Unser Kreislauf der Hilfe

Gemeinsam finden wir Wege aus der Sucht

Sucht ist eine chronische Erkrankung und betrifft viele Lebensbereiche. Alkohol, Nikotin oder exzessives Shoppen und Spielen sind für Viele Teil des Alltags, doch der Übergang zur Abhängigkeit ist oft fließend.

Besonders in belastenden Lebenssituationen greifen Menschen vermehrt zu Suchtmitteln, die kurzfristig Erleichterung bringen, aber langfristig in die Abhängigkeit führen können. Die Folgen beeinflussen nicht nur die Betroffenen, sondern auch ihr Umfeld.

Sucht bleibt oft ein gesellschaftliches Tabuthema, doch der Weg heraus ist möglich. Mit unserem Kreislauf der Hilfe finden wir gemeinsam Wege aus der Sucht.

Wir unterstützen Betroffene und ihr Umfeld mit präventiven Maßnahmen, akuter Hilfe und Nachbetreuung. Der mühsame und oft lange Weg aus einer Suchterkrankung lohnt sich. Ein selbstbestimmteres Leben ist das Ziel.

Lesen Sie im Booklet mehr dazu, wie wir dabei helfen, persönliche Krisen zu überwinden.

Helfen Sie uns mit einer Spende, um Menschen den Ausstieg aus der Abhängigkeit zu ermöglichen oder sie davor zu bewahren.

 Werden Sie Teil unseres Kreislaufs der Hilfe! Ihre Spende hilft Menschen auf ihrem Weg in ein suchtfreies Leben und schenkt Hoffnung und Lebensfreude.

Rettungsboot im Godesberger Norden

Villa Noah: seit 30 Jahren Arche für chronisch Alkoholabhängige

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Der Name der Einrichtung wurde bewusst in Anlehnung an die alttestamentarische Arche gewählt, mit der Noah Mensch und Tier vor der Sintflut rettete. Die Villa Noah ist nicht ganz so alt wie die Arche, doch feierte sie 2022 immerhin ihr 30-jähriges Bestehen. Sie ist ein Rettungsboot für chronisch alkoholabhängige Menschen, die wegen erheblicher körperlicher, psychischer und sozialer Beeinträchtigungen Unterstützung benötigen. 33 Frauen und Männer leben in dem hell und luftig gebauten Haupthaus in der Sankt-Augustinus-Straße (21 Plätze), in zwei Außenwohngruppen in der Rüngsdorfer Straße (7 Plätze) und in der Godesberger Allee (5 Plätze).

In dieser „besonderen Wohnform im Rahmen der Eingliederungshilfe“ werden Menschen aufgenommen, die vorher obdachlos waren oder deren Wohnung so verwahrlost war, dass sie darin nicht mehr allein leben konnten. Viele kämen aus der LVR-Klinik, in der sie zur Entgiftung aufgenommen worden seien, berichten Apollonia Götten und Ralf Meuskens, die gemeinsam die Einrichtung leiten. Vor der Aufnahme steht eine ärztliche Stellungnahme, dann folgen ein Informationsgespräch im Haus und schließlich der Aufnahmeantrag, bei dem die Caritas behilflich sein kann. Wer in die Villa Noah möchte, muss den Willen haben, von der Sucht loszukommen. Das fällt manchen nicht leicht, weiß Ralf Meuskens: „Viele Neuankömmlinge gehen Kompromisse ein, weil sie wissen, dass ein anderes Leben gar nicht mehr geht.“ Sie befinden sich in prekären Lebenssituationen, haben durch den jahrelangen und dauerhaften Griff zur Flasche Familie, Freunde und den Job verloren, diverse Entzüge „geschmissen“ – da ist die Villa Noah oft die letzte Chance, das Ruder noch einmal herumzureißen.

Am Anfang gilt es daher, die Bewohner*innen zu stabilisieren. Dabei ist eine feste Tagesstruktur wichtig, außerdem helfen soziotherapeutische Angebote durch das multidisziplinäre Team von Fachleuten, die für ihre Klient*innen eine je eigene Entwicklungs- und Förderplanung aufstellen. So unterstützt der Fachdienst Ergotherapie mit Kunst- und Arbeitsmaßnahmen und einem Alltagstraining.

Etwa im hauseigenen Garten, in dem die Bewohner*innen in Hochbeeten ihr eigenes Gemüse ziehen. Daneben laden Bänke und Tische zum Verweilen ein. Eng vernetzt mit der Ergotherapie ist der Fachdienst Hauswirtschaft, der sich um die gesamte hauswirtschaftliche Versorgung der Bewohner*innen kümmert, vom Essenkochen über Hausreinigung, Zimmerhygiene bis zur Wäsche. Dabei ist es wichtig, dass sie selbst mit anpacken. Der Fachdienst Pflege koordiniert die ärztliche Betreuung, stellt sicher, dass die Frauen und Männer ihre Medikamente regelmäßig nehmen, und ist auch da, wenn es um ihre Grundpflege geht. Für Einzel- und Gruppenangebote, in denen sich die Betreuten mit ihrer Suchtproblematik auseinandersetzen – wozu auch die Bewältigung von Krisen gehört –, ist neben weiteren Aufgaben der Sozialdienst zuständig.

Bei aller Zuwendung: Krisen lassen sich in der Villa Noah nicht vermeiden. Abstinenz ist Bestandteil des Betreuungsvertrages, der mit allen Mietenden geschlossen wird; wer wiederholt vertragsbrüchig wird, dem kann gekündigt werden. Das Team ist jedoch in jedem Fall bemüht, diese allerletzte Maßnahme nicht einsetzen zu müssen. „Eine Suchterkrankung ist in gewisser Weise einer körperlichen Behinderung vergleichbar“, erklärt Götten. „Von einem Menschen, der auf den Rollstuhl angewiesen ist, wird auch nicht erwartet, dass er zu Fuß geht.“

Doch erzählen Götten und ihr Kollege Meuskens auch von einem Bewohner, der in der Villa Noah nach vielen gescheiterten Hilfsangeboten den Ausstieg aus der Sucht geschafft hat. Der Mann kam mit Suizidgedanken und posttraumatischen Belastungsstörungen, die in der LVR-Klinik behandelt wurden, in die Godesberger Einrichtung. In den fünf Jahren, in denen er hier lebte, lernte er, nicht nur seine Alkoholabhängigkeit, sondern auch seine Angstzustände so in den Griff zu bekommen, dass er allein wieder in einen Bus steigen konnte. In der Villa Noah arbeitete er im hauswirtschaftlichen Dienst und war schließlich so fit, dass er ausziehen konnte, mittlerweile selbstständig wohnt und eine Anstellung in einem Hotel gefunden hat. „Allein hätte er das nicht geschafft“, sagt Meuskens und weist damit auf den zentralen Auftrag der Caritas hin: Teilhabe sichern.

Fotogalerie: Villa Noah

Dank starker Förderpartner: Ein wichtiges Projekt wurde Realität

Dank der großzügigen Unterstützung des Deutschen Stiftungszentrums, der Stiftung Jugendhilfe, der Caritas-Stiftung Deutschland, des Stiftungszentrums im Erzbistum Köln und der ProWin-Stiftung konnte das Projekt „Starke Pänz – erste Schritte“ in der Einrichtung update erfolgreich umgesetzt werden. Update ist eine Einrichtung der Suchthilfe Bonn, die in gemeinsamer Trägerschaft von Caritas und Diakonie tätig ist.

Mit diesem niedrigschwelligen Angebot möchten wir Eltern mit Suchtproblemen und/oder psychischen Erkrankungen sowie deren Angehörigen eine erste Anlaufstelle bieten. Ziel ist es, Hemmschwellen abzubauen und den Zugang zum Hilfesystem zu erleichtern, ohne komplizierte Formalitäten und ohne den Umweg über das Jugendamt. So können Betroffene schnell und unkompliziert Hilfe erhalten.

Es haben sich insgesamt 35 Menschen mit eigener Problematik oder als Angehörige an die Einrichtung gewandt, um Unterstützung zu bekommen. Etwa ein Drittel der Teilnehmenden nutzte zwei oder mehr Gesprächstermine. Die Beratung erfolgte individuell: In manchen Fällen genügte ein einzelnes Gespräch, in anderen wurde gemeinsam eine weiterführende Hilfe beantragt. Durch die schnelle Reaktion konnten Ängste abgebaut und Risiken, insbesondere für das Kindeswohl, frühzeitig erkannt und verhindert werden.

Wir möchten „Starke Pänz – erste Schritte“ unbedingt fortführen, um weiterhin schnelle und verlässliche Hilfe anbieten zu können. Die Finanzierung für die Fortsetzung ist derzeit noch offen, aber wir setzen alles daran, dieses wichtige Angebot auch in Zukunft zu sichern.

Förderer_StarkePänz

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Ihr persönlicher Kontakt zu uns

Martina Deller

Martina Deller

Stabsstelle Fundraising
Caritasverband für die Stadt Bonn e.V.
Fritz-Tillmann-Straße 8–12
53113 Bonn

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Caritasverband für die Stadt Bonn e.V.

Institut: Sparkasse KölnBonn
BIC: COLS DE 33
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