Mit Ihrer Hilfe wird Ankommen möglich.
45 Jahre voller Hoffnung: Das Haus Mondial!

Was verbinden Sie mit den 60er und 70er Jahren? Wo haben Sie oder Ihre Familie damals gelebt?
Die Eltern unseres Kollegen Carlos* gehörten zu den südeuropäischen Gastarbeiter*innen, die damals auch nach Bonn kamen. Sie brachten nicht nur die Bereitschaft zum Anpacken mit, sondern auch die Sorgen und Probleme vieler Familien in der Fremde: die Überforderung mit der neuen Sprache, die Schwierigkeiten beim Eingewöhnen und die Einsamkeit weit weg von der Heimat. Carlos Mutter erzählt noch heute davon, wie sie hoffnungsvoll, mit klopfendem Herzen und ohne Deutsch zu sprechen zu ihrem Ehemann reiste, der bereits als Gastarbeiter im Schichtdienst tätig war und in Bonn lebte. Es waren Mitarbeiter*innen der Bonner Caritas, die Familien wie die von Carlos an die Hand nahmen. Hier fanden sie Hilfe beim Ausfüllen der Formulare, Unterstützung bei der Suche nach einer eigenen kleinen Wohnung, aber auch Kontakte zu Landsleuten.
Heute, fünf Jahrzehnte später, ist Carlos – Sohn ehemaliger Gastarbeiter*innen – selbst stolzer Bonner. Er ist Sozialarbeiter und arbeitet inzwischen beim Fachdienst für Integration und Migration der Caritas Bonn im Haus Mondial, Bonns größter Anlaufstelle für Migrant*innen. Carlos möchte etwas zurückgeben und Menschen unterstützen, die in einer ganz ähnlichen Situation sind wie damals seine Familie.

Aktuell sind es vor allem Menschen, die vor Kriegen z. B. im Iran, in der Ukraine oder Afghanistan fliehen, die Hilfe bei der Bonner Caritas suchen. Nachdem sie in einer zentralen Unterkunft vorübergehend ein Dach über den Kopf erhalten, haben sie viele Fragen. Wir helfen „als Freunde in der Fremde“. Viele verschiedene Fachleute, wie Sozialarbeiter*innen und Psycholog*innen, arbeiten bei uns Hand in Hand, um die bestmögliche Unterstützung anzubieten, z. B.
- unabhängige Beratung und Hilfe durch den „bürokratischen Dschungel“: Unsere Fachleute helfen im Dialog mit den Behörden, unterstützen z. B. bei der Anerkennung von schulischen und beruflichen Abschlüssen, bei Formularen, bei der Schulanmeldung der Kinder und beim Jobcenter. Wir stellen Sprachmittler*innen zur Verfügung und können so in über 80 Sprachen kommunizieren.
- Spracherwerb: In unseren Räumen bieten wir Sprachkurse an.
- „Offener Treff“, Kreativ- und Freizeitangebote: Gemeinsame Aktivitäten, wie Bonn erkunden oder ein Besuch im Kölner Dom, helfen, unsere Kultur kennenzulernen und den „Kopf mal in eine andere Richtung zu bekommen“. Frauen mit ihren Kindern stehen dabei besonders im Fokus.
Doch die Herausforderungen wachsen: In Bonn aktuell eine bezahlbare Bleibe zu finden, ist für jeden schwer. Für Migrant*innen heute fast unmöglich. Von den aktuellen Mittelstreichungen ist vor allem die Asylverfahrensberatung betroffen. In Bonn würde eine ganz wichtige Stütze für Schutzsuchende wegbrechen, wenn wir diese Lücke nicht schließen können.
In diesem Sommer wollen wir mit dem Haus Mondial Jubiläum feiern, aber nicht mit Sekt, sondern mit Taten! Dabei brauchen wir Sie an unserer Seite.
Bitte zeigen Sie Nächstenliebe und helfen Sie mit Ihrer Spende, die wichtige Arbeit des Haus Mondial fortzuführen und weiterhin Menschen das Einleben in Bonn zu erleichtern. Es gibt immer wieder Angebote, die wichtig, aber nicht ausreichend finanziert sind. Vielen Dank.









